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Bischofsweihe und Amtseinführung

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Die Bischofsweihe

Mehr als zwei Jahre war der Bischofsstuhl von Limburg vakant. Jetzt aber ist ein neuer Bischof berufen, der die Diözese leiten soll: Monsignore Dr. Georg Bätzing. Mit der Bischofsweihe und Amtseinführung am 18. September beginnt er seinen Dienst als 13. Bischof von Limburg.

Es ist ein bedeutendes Ereignis für die Diözese. Etwa 1500 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Kirche werden in Limburg erwartet. Aber nicht nur in der Bischofsstadt, sondern auch in vielen Pfarreien wird das Ereignis gefeiert.

Was steht aber hinter einer Bischofsweihe und warum ist dieser Tag so besonders?
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Bereits für die Zeit der Apostel ist bezeugt, dass die Bestellung zum Bischof durch Handauflegung und Gebet erfolgte.

So wie die Apostel von Jesus Christus ausgesandt worden waren, so haben die Apostel Nachfolger bestimmt und ihren Sendungsauftrag weitergegeben. Das Bischofskollegium steht in der Nachfolge der Apostel. Und bis heute ist diese Kontinuität in der katholischen Kirche gewahrt. Eine fast 2000-jährige Traditions- und Überlieferungslinie verbindet Bischöfe und Apostel miteinander. Das nennt sich Apostolische Sukzession.
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Mit dem Tag der Bischofsweihe und der Amtseinführung werden dem Bischof seine Amtsgewalt und besondere Aufgaben übertragen.

Dazu gehören neben der Leitung seiner Diözese in besonderer Weise die Verkündigung des Evangeliums wie auch die Sorge für die Armen. In Wort und Tat soll er authentischer und glaubwürdiger Zeuge der Frohen Botschaft Jesu Christi sein.

Außerdem ist ihm die Spendung der Sakramente aufgetragen: Dazu gehören zum Beispiel die Weihe der Priester und Diakone oder die Spendung des Firmsakraments.
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Der Weihegottesdienst

Eine Bischofsweihe ist ein seltenes und bedeutendes Ereignis für eine Diözese. Prominente aus Politik, Gesellschaft und Kirche sowie die Gläubigen sind dazu eingeladen. 

Mit der Weihe wird ein neues Mitglied in das Bischofskollegium aufgenommen. Deshalb sind auch rund 40 Bischöfe zu Besuch an der Lahn. Die Weihe wird von Rainer Maria Kardinal Woelki gespendet. Er ist Erzbischof von Köln und Metropolit der Rheinischen Kirchenprovinz, zu der Limburg gehört.

Für die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz haben Ministerpräsident Volker Bouffier und Ministerpräsidentin Malu Dreyer ihr Kommen zugesagt.
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Die festliche Messe wird von der Limburger Dommusik  gestaltet. Viele kirchliche Gruppierungen und Verbände feiern den Gottesdienst mit und sind mit Fahnenabordnungen vertreten. 

Die Weiheliturgie gliedert sich in einen Wortgottesdienst und die Feier der Eucharistie. Zwischen beiden Teilen finden sich die sakramentale Weihe sowie die Handlungen der Amtseinführung. Besondere liturgische Riten kennzeichnen diesen Moment.

Welche Handlungen sind es? 
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Handauflegung und Gebet bilden die wesentliche Mitte der Weiheliturgie. Dadurch werden die Gnadengaben des Heiligen Geistes erbeten und auf den Geweihten übertragen.

Alle Getaufte sind auf den Namen Jesu Christi getauft. Wir sind Christen. Theologisch spricht man von einem Prägemal, das uns bei der Taufe verliehen worden ist.

Durch die Kraft des Heiligen Geistes, die Handauflegung und das Gebet wird auch einem Bischof ein Mal verliehen. Es prägt sein Tun und Handeln.
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Jesus ist der Christus, der Messias: Das hebräische Wort "Masiah" heißt "der Gesalbte".

Zum Zeichen für die enge Bindung des Bischofs an Christus wird diese Tradition im Weihegottesdienst aufgegriffen: Das Haupt des Bischofs wird mit Chrisam gesalbt.

Das heilige Öl wird auch bei der Taufe verwendet. Alle Getaufte stehen in einer engen Beziehung mit Christus.
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Zu den wichtigsten Aufgaben des Bischofs gehört die Verkündigung des Evangeliums. Deshalb wird ihm nach dem Weihegebet auch das Evangeliar feierlich überreicht.

Zuvor erfolgt bereits eine sehr eindrückliche Zeichenhandlung: Vor dem Weihegebet legt Kardinal Woelki dem Erwählten das Evangeliar auf das Haupt. Während des Gebets halten zwei Diakone das Evangeliar über das Haupt des neuen Bischofs.

So soll verdeutlicht werden: Der ganze Dienst des Bischofs steht unter dem Evangelium.
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Amtseinführung

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Zu Beginn des Gottesdienstes überreicht der Apostolische Nuntius, der Gesandte des Papstes in Deutschland, die päpstliche Ernennungsurkunde an den Limburger Domdekan.

Das auf Pergament handschriftlich verfasste Dokument - im Bild ist die Urkunde von Franz Kamphaus - bestätigt die Wahl des Limburger Domkapitels und ernennt Monsignore Georg Bätzing zum neuen Bischof von Limburg.

Im Gottesdienst wird die deutsche Übersetzung des lateinischen Originals verlesen. Anschließend wird es den Gläubigen gezeigt.

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Nach der Weihe wird Georg Bätzing zur Kathedra, dem Bischofssitz im Limburger Dom, geführt, um darauf Platz zu nehmen. 

Nach dem Kirchenrecht hat ein Bischof erst mit diesem Moment die "Amtsgewalt" in seinem Bistum inne. Mit diesem symbolischen Akt übernimmt er die Leitung seines Bistums.

Vor der Weihe wird das Wappen des Bischofs am Bischofsstuhl befestigt.
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Wappen und Leitspruch verdeutlichen traditionell den Anspruch auf den Bischofsstuhl von Limburg. Das Wappen von Georg Bätzing besteht aus drei Elementen. Das Trierer Kreuz erinnert an das Herkunftsbistum von Georg Bätzing. Drache und Schwert rechts verweisen auf den Hl. Georg, Namenspatron des Bischofs aber auch Bistumspatron des Bistums Limburg. Ein Füllhorn mit Silbererz findet sich im Geburtsort von Georg Bätzing: Niederfischbach im Westerwald. Dort wurde Silbererz abgebaut. Unterschrieben ist das Wappen  mit dem Leitspruch "Congrega in Unum - Führe zusammen". Es stammt aus einem Gebet der Heilig-Rock-Wallfahrt.
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Neben dem Evangeliar werden auch bischöfliche Insignien (Symbolbild) überreicht. Der Ring steht symbolisch für die Treue des Bischofs zu seiner Kirche. Die Mitra steht für die Verpflichtung, um persönliche Heiligkeit bemüht zu sein. Die liturgische Kopfbedeckung wird ihm als Zeichen seines Amtes übergeben. Der Stab ist Zeichen für sein Hirtenamt und die Sorge um die Gläubigen in seiner Diözese.
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Wir bitten um Ihr Gebet für unseren neuen Bischof und  seine Diözese.


Begleiten Sie uns: http://www.bistumlimburg.de/





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